Freitag, 3. Oktober 2008

Roadtrip vs. Luxus-Backpacker

Mittlerweile haben wir eine Woche im Nordosten Australiens hinter uns und sind mit unserem Mietwagen durch den tropischen Regenwald rund um Cape Tribulation gekurvt. Was uns vorher nicht so bewusst war ist, dass das campen in Australien viel schwieriger und teuer ist als gedacht. Auf einem Parkplatz darf man nicht uebernachten und ein stinknormaler Stellplatz fuer ein Zelt (ohne Strom) auf einem Camping-Platz kostet zwischen 20 und 30 australischen Dollar pro Nacht. Das sind ca. 15 Euro pro Nacht - nur um irgendwo stehen zu duerfen! Die Touren die hier angeboten werden, bekommt man auch nicht unter 100 Euro, also fahren wir lieber alles selber ab.

Wir sind wirklich schockiert von dem Leben, dass die sogenannten "Backpacker" hier fuehren, in erster Linie von dem der "Work&Traveller". Die kommen aus ihren teuren Hostels kaum heraus und sehen nichts vom Land. Stattdessen arbeiten sie monatelang fuer ca. 5 Euro Stundenlohn um sich dann eine der total ueberteuerten Touren zu einer Sehenswuerdigkeit zu buchen. Zudem gibt es hier in Cairns im Moment ueberhaupt keine Arbeit und alle lungern arbeitslos herum und wissen nicht wie es weiter gehen soll. Wir verstehen wirklich nicht mehr, warum es in Deutschland so ein Hype um das Work&Traveln hier in Australien gibt. Dann lieber Geld in Deutschland verdienen und ein paar Wochen herum reisen um auch etwas zu sehen vom Land. Wir haben hier bisher noch keinen einzigen richtigen Backpacker getroffen. Die meisten bleiben wochenlang an einem Ort oder fahren mit dem Campervan von Camping-Platz zu Camping-Platz.

Im Gegensatz zu den "Travellern" und der Abzocke hier gefaellt uns das, was wir bisher von der Natur gesehen haben aber ziemlich gut. In den ersten Tagen sind wir weiter in den Norden gefahren und haben uns Ellis Beach und den Daintree National Park angeschaut. Bei zahlreichen Dschungel-Trekking Touren von Mossmann George bis hin zum Emmagen Creek haben wir viele Urwald-Riesen und exotische Tiere gesehen. Toll waren auch die Dschungel-Gerausche waehrend der Nacht. Eines abends hatten wir sogar Besuch von einem Wombat. Dass man jedoch hier im australischen Dschungel einen schlechteren (naemlich keinen) Handy-Empfang hat als im Taman Negara in Malysia, darauf hatte uns keiner vorbereitet.

Fuer die naechsten Tage stehen nun Tauchen und Schnorcheln am Great Barrier Reef an , sowie eine Tour ins Outback zum Undara Nationalpark, in dem man heisse Quellen und Lava-Hoehlen sehen kann.

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