Sonntag, 28. September 2008

Goodbye Bali, hello Australia!

Die letzten Wochen in Indonesien haben wir zu einem Grossteil auf den Gili Islands im Norden Lomboks verbracht. Unsere Unterkunft war auf Gili Trawangan, die als tropische Partyinsel auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Leider hoerten wir von frueh bis spaet bloss den Muezzin, denn im Ramadan gibts dort keine Partys. Das ein oder andere Bintang (Bier) konnten wir dennoch abends im Rudys oder im Irish Pub geniessen. Die allseits angepriesenen Magic Mushrooms waren uns jedoch nicht geheuer, so dass wir diese lieber mal anderen ueberlassen haben. Ansonsten boten uns die Gilis eine phantastische Unterwasserwelt und kilometerlange einsame Sandstraende. Kurzum, wir haben einfach mal das Nichtstun genossen und in den Tag hinein gelebt.

Auf dem Rueckweg nach Bali haben wir dann noch eine Nacht in Kuta auf Lombok verbracht. Der Verkehr auf Lombok war dabei noch chaotischer als in Malaysia. Verkehrsregeln sind quasi nicht existent. Kuta Lombok ist eigentlich bekannt als Wellenreiter-Ziel, aber wir fanden einen nahezu verlassenen Ort vor, der lediglich aus ein paar Strohhuetten bestand. Auf der Strasse lungerten wolfsaehnliche Strassenhunde, die sich die schlimmsten Kaempfe lieferten, die ich je unter Hunden gesehen habe. Am ewig langen weissen Sandstrand lag (genau wie ueberall auf sonst auf Lombok) niemand.. kein einziger Touri! Die wenigen, die sich in diesen Ort verlaufen hatten, waren Surfer die tagsueber die ca. 5 m hohen Wellen abritten. Die Armut war ueberall praesent und als wir den Sarong-Verkaueferinnen unser Desinteresse mitteilten wurden sie regelrecht aggressiv. Deshalb reichte uns eine Nacht auf Lombok voellig aus und wir waren froh als wir wieder nach Bali gefahren sind. Endlich wieder Raeucherstaebchen-Duft, Gamelan-Musik und lachende Gesichter.. hach ja wir haben uns echt in diese Insel verliebt.

Umso trauriger waren wir, als wir uns nach 2 weiteren Naechten in Kuta auf Bali in den Flieger setzen mussten um nach Australien weiter zu fliegen, wo wir gestern angekommen sind. Bisher haben wir noch nicht viel gesehen, aber hier in Cairns gefaellt es uns nicht so gut. Es ist kalt (unter 30 Grad tagsueber) und abends muessen wir lange Hosen und Pulli anziehen nicht um zu frieren. Im Meer kann man wegen Krokodilen nicht schwimmen gehen. Ausserdem ist hier alles so amerikanisch: Holzhaeuser, breite Strassen und westliche Musik. Kurz, wir unterliegen einem totalen Kulturschock! Ab morgen haben wir unseren Mietwagen und werden dann erst mal weiter Richtung Norden fahren und uns das Great Barrier Reef und den Regenwald anschauen. Wir hoffen, dass uns das dann wieder besser gefaellt. Nichtsdestotrotz trauern wir im Moment noch Bali hinterher - dass wir nun wieder selber kochen muessen und nicht jeden Tag zwei mal fuer unter 5 Euro essen gehen koennen macht die Sache nicht besser.

Unser Fahrer zum Flughafen mit traditioneller Balinesen-Kleidung


Kuta auf Lombok






Gili Trawangan





Gili Meno


Cairns




Dienstag, 16. September 2008

Mantas und Fischerboote

Nach der Woche in Sanur haben wir uns mal wieder unsere Backpacks aufgeschnallt und sind weiter auf eine vor Bali gelagerte Insel mit dem Namen Nusa Penida gefahren. Dies ist die groessere Insel einer Inselgruppe, die von Touristen aber am wenigsten besucht wird. Die meisten fahren nach Nusa Lebongan, aber wir wollten mal sehen wie das urspruengliche Leben hier in der Gegend aussieht. Nusa Penida ist sogar so untouristisch, dass es nur 1 Hotel mit ca. 20 Betten auf der ganzen Inel gibt. Mit viel Glueck haben wir noch ein Zimmer fuer eine Nacht bekommen. So konnten wir die Gelegenheit nutzen, um mit einheimischen Fahrern auf dem Motorrad die Insel zu erkunden. Diese Tour war ziemlich abenteuerlich, fuehrte uns aber zu der wirklich beeindruckenden Manta Bay, an der ein Steilkliff mehrere hundert Meter ins Meer abfaellt. Unten im kristallklaren Wasser haben wir dann tatsaechlich einen Manta-Rochen gesehen. Danach sind wir noch zum Schnorcheln in die sogenannte Crystal Bay gefahren. Dort gabs ein schoenes Korallenriff, an dessen Strand genau wie an der Manta Bay ausser uns kein einziger Tourist war. Abends haben wir dann noch dem lokalen Gamelan-Orchester im Hindu-Tempel gelauscht.

Am naechsten Tag gings dann zuerst wieder ans Festland, von da aus rueber nach Lombok um schliesslich mit einer dritten Faehre" (Fischerboot) im Dunkeln ueberzusetzen nach Gili Trawangan. Diese Insel ist eine der sogenannten Gili Islands im Nordwesten von Lombok. Hier gibts in erster Linie viel Strand, gutes Essen und gute Musik. Heute haben wir uns jedoch erst mal einen gemuetlichen Tag am Strand gemacht, nachdem wir gestern abend schon den lokalen Fisch beim Barbeque probieren konnten. Hier kostet ein Fisch gerade mal 6 Euro inklusive Beilagen. Das kann man sich schlecht entgehen lassen. Es ist bloss irgendwie komisch einen Fisch zu essen, den man am Tag zuvor noch beim Schnorcheln vor sich schwimmen gesehen hat. Nu ja, geschmeckt hat er uns trotzdem super. Und nach dem Duck Fish stehen beim naechsten Mal dann wohl Barrakuda und Red Snapper an.


Manta Bay (Nusa Penida)





Crystal Bay (Nusa Penida)



Gamelan-Orchester
Faehre von Lombok

Faehre nach Nusa Lembongan


Uebersetzen nach Gili Trawangan



Fisch -BBQ auf Gili Trawangan



Gili Trawangan

Unsere Unterkunft

Freitag, 12. September 2008

Besteigung des Gunung Batur

Die zweite Woche auf Bali haben wir in Sanur verbracht, einem schoenen Badeort im Suedosten der Insel. Hier geht alles etwas gemaechlicher zu als in Kuta. Es gibt nicht so viele Fahrer, die mit ihren "Transport?"-Rufen nerven und der Strand ist ziemlich leer. Da einige hundert Meter vor dem Strand ein Korallenriff liegt, an dem sich die geschaetzten 4 bis 5 m hohen Wellen brechen, liegt der eigentliche Strand an einer geschuetzten tuerkisblauen Lagune, die dazu noch einen genialen Flachwasser Windsurf-Spot bietet. Also haben wir gleich mal Material ausgeliehen und ein paar Runden gedreht. Leider war der Wind nur maessig stark und da wir beide auf dem Brett standen gibt es keine Fotos davon.

Gestern haben wir uns dann noch einer ganz besonderen Herausforderung gestellt, indem wir einen der sieben aktiven Vulkane hier auf Bali bestiegen haben. Der fuer die Hindus heilige Gunung Batur liegt mit seinen ueber 1700 m direkt neben dem hoechsten Vulkan Gunung Agung. Da es hier tagsueber viel zu heiss ist fuer eine solche Bergtour, mussten wir schon nachts um 2 Uhr raus um dann erst mal 2 Stunden ins Landesinnere zu fahren. Es folgten zwei qualvolle Stunden des Aufstiegs in voelliger Dunkelheit aber immerhin unter einem grandiosen Sternenhimmel. Zum Glueck haben wir den Berg vorher nicht bei Tageslicht gesehen, sonst haetten wir wohl schon vor der Besteigung aufgegeben. Als wir dann allerdings auf der Huette am Kraterrand standen, wo die meisten Leute ihre Bergtour beenden, packte uns der Ehrgeiz, so dass wir weiter gekraxelt sind bis auf den Gipfel des Berges. Den erreichten wir dann auch gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang, bei dem wir einen phantastischen Blick auf den Gunung Agung und sogar rueber zum hoechsten Vulkan Lomboks hatten. Dieser tolle Ausblick entschaedigte uns fuer die ganze Schufterei beim Aufstieg.












Mittwoch, 3. September 2008

Kuta Beach.. das wahre Surfers Paradise!

Hier in Kuta auf der kleinen indonesischen Insel Bali haben wir ganz unverhofft das wahre Surf-Mekka gefunden!

Nachdem wir die letzte Zeit in Malaysia damit verbracht ,uns durch den Dschungel zu kaempfen und in noch miserableren Unterkuenften zu hausen als in Penang, konnten wir es kaum abwarten endlich nach Indonesien zu kommen.

Seit ein paar Tagen haben wir es nun endlich geschafft und geniessen unsere Zeit auf Bali, das so viel schoener ist, als wir es uns zu traeumen gewagt haben. Wir haben eine tolle Unterkunft mit Warmwasser, Sitz-WC und Toilettenpapier... ein Luxus den man in Malaysia nicht kennt. Zudem sind die Einheimischen hier unglaublich nett und hilfsbereit. In der ganzen Stadt wimmelt es von Surfern, die tagsueber die Wellen abreiten und sich nachts auf den zahlreichen Parties vergnuegen. Es ist kaum vorstellbar, dass hier vor einigen Jahren bei Bombenanschlaegen viele Menschen getoetet wurden.
Die Wellen hier sind wirklich beeindruckend, dabei sollen sie angeblich noch ziemlich klein sein. Wir jedenfalls haben es uns nicht nehmen lassen und selber ein paar Surfstunden genommen. Dank unserem indonesischen Surflehrer Iwan standen wir schon innerhalb einer Stunde auf dem Board. Wir waren beide ueberrascht wieviel Spass uns das Wellenreiten macht, obwohl man die meiste Zeit paddelnd im Wasser liegt. Zudem laesst sich die tropische Hitze im erstaunlich kuehlen Wasser besser ertragen. :) Das Wochenende werden wir nun wohl noch in Kuta verbringen um dann weiter zum Windsurfspot Sanur zu fahren und je nach Windlage windsurfen zu gehen oder Ausfluege ins Hinterland zu machen.

Kuta Beach



Erste Wellenreit-Versuche in Kuta Beach
















Am hinduitischen Meerestempel Tanah Lot im Suedwesten Balis







Reisfelder in den Bergen


Im Taman Negara, dem aeltesten Regenwald der Welt (Malaysia)



Unser Domizil..